
Wirst du manchmal gefragt, warum du dich für Japan oder das Japanischlernen interessierst? Was antwortest du dann?
Früher habe ich meist gesagt „weil mich die Kultur interessiert“. Das stimmt auch. Aber das war nicht der allererste Kontakt mit Japan. Das war das Spiel „Super Mario Land“ auf dem Game Boy. Als ich erfuhr, dass Mario von Shigeru Miyamoto, einem Japaner, erfunden wurde, war es um mich geschehen
Lange Zeit blieb es bei den Spielen von Nintendo, bis ich begann, Anime zu sehen. Besonders bei Ranma 1/2 und Inuyasha ging es direkt um Japan und auch die japanische Geschichte (ich lernte über den Hojo-Clan, dessen Familienemblem dem Triforce von Legend of Zelda ähnelte, eine weitere Spielereihe, die ich liebe). Ich kaufte mir die DVDs, damit ich Inuyasha auch auf Japanisch sehen konnte. Ja, meine ersten Verbindungen mit Japan basieren auf diversen Nerd-Momenten
Inzwischen sind über 20 Jahre vergangen und ich bewege mich sicher durch alle möglichen Situation des alltäglichen Lebens in Japan! Heute z.B. habe ich unsere Austauschschülerin zu einem Arztbesuch begleitet und sprachlich unterstützt. Ich habe auch diverse Schulen hier in Fukui kontaktiert, um eine passende Schule für sie zu finden und ihr bei den Formalitäten geholfen.
Der Weg war nicht immer einfach – und die Sprache alleine ist nur ein Teil von dem, was du brauchst, um dich in Japan zurechtzufinden, ohne ständig wie ein Nagel herauszustechen, den Leute lieber meiden.
Sprache UND Kultur gibt es bei uns die nächsten Tage:
01.02. Japanisch lesen für Anfänger – live
(du brauchst dazu das Buch „Japanisch lesen für Anfänger“)
https://japanischlernen.at/leseevent-japanischlesen-fuer…
08.02. Reisevorbereitungskurs live
12.02. Japanisch Sprechen – Schnuppertermin
Dort lernst du auch Dinge wie die Hintergrundgeschichte vom Schneemann in Japan:
Name: 雪(ゆき)だるま yuki-daruma
Unterschied zwischen unseren Schneemännern und denen in Japan: die in Japan bestehen nur aus 2 statt 3 Elementen. Warum? Das hat mit dem Namen des Schneemannes auf Japanisch zu tun: yuki = Schnee, daruma = Dharma, eine buddhistische Figur, die in Japan als kugelförmige Figur vorkommt (wo man die Augen selbst malen muss). Wann genau der erste Yukidaruma gebaut wurde, weiß man nicht genau, aber zu Ende der Edozeit erlangten sie breitere Bekanntheit. Es gibt auch ein Ukiyo-e (Holzblockdruck-Bild), wo ein solcher Yuki-Daruma abgebildet ist – noch in seiner ursprünglichen Form mit nur einer Kugel. Später entwickelte sich daraus die heute verbreitete zweiteilige Version. Unsere Schneemänner sind menschenähnlich, mit der dritten Kugel als Beine. In Japan aber bewegen sich die Yuki-Daruma nicht, deshalb brauchen sie den Bein-Teil nicht.