Seit 2010 gilt der 4. März in Japan als „Baumkuchentag“ oder auf Japanisch バウムクーヘンの日 (baumukuuhen no hi).

Seit 2010 gilt der 4. März in Japan als „Baumkuchentag“ oder auf Japanisch バウムクーヘンの日 (baumukuuhen no hi). Wie sich schon am Namen erahnen lässt, handelt es sich hier um die deutsche Feinbackware „Baumkuchen“, die auch in Japan zu Beliebtheit gefunden hat.

Wie ist nun der Baumkuchen nach Japan gekommen?

Dafür ist Karl Joseph Wilhelm Juchheim (auf Japanisch: ユーハイム, 1886 – 1945) verantwortlich, der mit seiner Frau in Kiautschou (China), damalig eine deutsche Kolonie, eine Konditorei führte. Nach dem ersten Weltkrieg, bei dem Japan gemeinsam mit England gegen China unter anderem in Tsingtau kämpfte und als siegreich erklärt wurde, galt Juchheim nun als Kriegsgefangener und wurde nach Osaka deportiert. Als er nach Hiroshima verlegt wurde, backte er dort anlässlich einer Ausstellung deutscher Produkte seinen ersten Baumkuchen in Japan. Später verkaufte er seinen Baumkuchen zunächst im Café Europe in Tokio, worauf er 1921 seine eigene Konditorei in Yokohama eröffnete. Letztendlich landete er in Koube, wo er seine Firma Juchheim’s gründete, die bis heute noch dort ihren Sitz hat.

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