(c) Manuela Ito-Loidl

Dass japanisches Obst teuer ist, hast du vielleicht schon gehört. Melonen, die 100 Euro und mehr kosten, weil sie die perfekte Form haben, Weintrauben und Äpfel, die im Vergleich zu unseren Varianten riesig sind…

Warum ist das so? Einer der Gründe ist wohl, dass japanische Farmer nur sehr wenig Land besitzen (wurde nach dem WW2 durch die USA so aufgeteilt) und deshalb Massenproduktion und die damit verbundenen niedrigen Stückkosten nicht möglich sind.

Um aber trotzdem vom Anbau leben zu können, geben die Bauern jedem einzelnen Stück Obst (und auch Gemüse) besonders viel Aufmerksamkeit, um besonders hohe Qualität zu gewährleisten, die sie dann zu hohen Preisen verkaufen.

Ich habe noch nie so gute und schöne Karotten 人参 (Kanji für 人 Mensch, 参 Schrein besuchen) ninjin – gegessen. Aber natürlich auch zu einem „schönen“ Preis.

Erdbeerzeit ist in Japan bereits teilweise seit dem Winter – auch diese sind sehr schön gelegt und noch mit Zwischenfolie (die mit den Luftkammern) getrennt.

Von den Fuji-Äpfeln 富士りんご (Fuji-ringo) sollte man die Schale 皮 (kawa) entfernen (剥く muku = schälen), da diese gewachst sind, um noch schöner auszusehen und länger haltbar zu sein.

Heute habe ich auch wieder zum ersten Mal meine Gruppenkurse unterrichtet, auch wenn ich noch ziemlich unter dem Zeitunterschied 時差 (jisa 時Zeit 差Unterschied) leide und auch ziemlich angespannt bin, weil wir nach der überstandenen Quarantäne so schnell wie möglich eine Wohnung finden müssen, um unseren Sohn bei einer Schule anmelden zu können. Ja, wir können zwar schon vorab online Wohnungen „besichtigen“, aber sich für eine Wohnung entscheiden, ohne sie selbst betreten zu haben, das will ich nicht riskieren.

Aber während des Unterrichtens fällt diese Anspannung für einige Zeit von mir ab (vielen Dank an meine Kursteilnehmer – es macht immer so viel Spaß mit euch!!!)

Drück mir die Daumen, dass ich heute besser (und länger) schlafen kann! お休みなさい! (oyasumi nasai – gute Nacht)